|
Knapp zwei Wochen nach
dem Königsschießen der Kölner Schützen in Flittard wurde
es am Samstag Abend laut auf dem Rudolfplatz. Der Stadtverband
Kölner Schützen eröffnete mit dem obligatorischen Großen
Zapfenstreich den Krönungsball für das neue Königspaar
Manfred und Marion Lankau. Aus Platzmangel musste jedoch im
eigens für den Ball errichteten Zelt „gelockt“ werden.
Dem Trommel-Ruf folgten auch zahlreiche Schaulustige, die dem
grünen Treiben von der Eingangstür aus zusahen.
Bis die eigentliche Krönung
stattfinden konnte, unterhielten die Schützen ihre Gäste mit
einem abwechslungsreichen Bühnenprogramm. Zunächst brach
Bauchredner Klaus Rupprecht mit seinem Affen Willi das Eis.
Seine Mischung aus Bauchrednerkunst, Situationskomik und zündenden
Pointen wurde von den Gästen begeistert aufgenommen und mit
tosendem Applaus honoriert. Ein
weiteres Highlight des Abends war die Musikgruppe „De
Vajabunde“, die so gut ankam, dass das Publikum mehr als
einmal „Zugabe!“ forderte.
Schließlich der wichtigste
Programmpunkt des Abends: der „Kettenwechsel“, vorgenommen
durch Bürgermeister Josef Müller und seine Ex-Kollegin
Renate Canisius. Dabei muss der alte Würdenträger seine Königskette
feierlich abgeben, und der neue erhält sein Hoheitszeichen.
Große Emotionen prallten auf der Bühne
aufeinander. Während sich der neue Stadtjugend-König Frank
Elsper sichtlich über seinen Amtsantritt freute, vergoss die
scheidende Stadtjugend-Prinzessin Jennifer Makel Tränen über
den Verlust ihres Diadems, das sie dem Verein stiftete. Das
scheidende Stadtkönigspaar Peter und Marina Stein trug
dagegen den Verlust seiner Herrschafts-Insignien mit Fassung -
in dem Wissen, dass auch im nächsten Jahr wieder, zwei Wochen
nach dem Schützenfest, auf dem Rudolfplatz die neuen Majestäten
gekrönt werden.
|